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Vorsprung durch Jugend: Jugendwerk feiert Neugründung im Kreis Marzahn-Hellersdorf

09.04.2010Fest steht, das Thema „Jugend“ ist in den Medien so präsent wie nie. Warum? Etwa nur weil somit die gewünscht hohe Aufmerksamkeit und Quote erzielt wird? Oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Bei näherem Betrachten wird deutlich: Die harte Realität hat den Zeitgeist eingeholt. Der Kult „Jugend“, der in den letzten Jahren fast auf der ganzen Linie erfolgreich zu seien schien, ist gebrochen und legte zur Jahrtausendwende einen dramatischen Fehlstart hin. Die drastisch sinkende Zahl der Geburten lässt ihn über kurz oder lang zu einer aussterbenden Spezies werden. In wenigen Jahren wird die Zahl der Hundertjährigen die Anzahl der Neugeborenen eines Jahrgangs wesentlich übersteigen.
 
Desto wichtiger ist es uns als Jugendverband der Arbeiterwohlfahrt funktionierende Strukturen auf Kreis- und Bezirksebene zu etablieren und somit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit und den Raum zu geben, sich ihrer sozialen Fähigkeiten und Kompetenzen bewusst zu werden und sie unter dem Dach des Landesjugendwerkes zu vereinen und zur Verfügung zu stellen.
 
Umso mehr hat es uns gefreut, dass sich am gestrigen Donnerstag zahlreiche Jugendliche aus dem Kreis Marzahn-Hellersdorf, als neues Kreisjugendwerk, dem Landesjugendwerk angeschlossen haben. Hans-Wilhelm Pollmann, Landesgeschäftsführer der Berliner Arbeiterwohlfahrt, betonte die Wichtigkeit und den Erfolg der zweijährigen Gründungsbestrebungen und überbrachte die Grüße des Landesvorsitzenden Hans Nisblé. Auch Horst Spitzer, der Kreisvorsitzende im neuen Jugendwerksbezirk, unterstrich die Wichtigkeit der Jugend-(verbands-)arbeit für die Arbeiterwohlfahrt und versicherte den Jugendlichen etwaig mögliche Unterstützung. Als „kreative Köpfe“ des neuen Jugendwerks wurden Philipp Müller (Vorsitzender), Steven Jahns (stellvertretender Vorsitzender) sowie die Zwillinge Martin und Fabian Zippel (Revisoren) gewählt. Sie werden ab dem heutigen Tag ihre Arbeit unter dem Dach des „Jugendwerks“ beginnen und sich hauptsächlich der gegenseitigen Ergänzung und Unterstützung von Jugendlichen, die sich mit kreativen Tätigkeiten befassen, und der kreativen Interessenvertretung widmen. Beim anschließenden „Get Together“ konnten bereits erste Anknüpfungspunkte zwischen dem Landes- und dem Kreisjugendwerk gefunden werden, die in der ersten Hälfte 2010 konkretisiert und geplant werden sollen.
 
In diesem Sinne wünschen wir dem Kreisjugendwerk Marzahn-Hellersdorf im Namen des Landes- und der Kreisjugendwerke Friedrichshain-Kreuzberg sowie Mitte viel Glück und Erfolg auf ihrem neuen Weg.