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Neue Impulse und Bewährtes: Das war die Landesjugendwerkskonferenz 2012!

22.10.2012Am vergangenen Samstag, den 20. Oktober 2012, fand in der Landesjugendwerksgeschäftsstelle die diesjährige Landesjugendwerkskonferenz statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Wahl des Landesvorstandes, der dem Landesjugendwerk der AWO Berlin in den kommenden zwei Jahren vorstehen und die Richtung der inhaltlichen Arbeit bestimmen wird. Darüber hinaus sollte ein Zeichen für eine menschlichere Politik gegenüber Flüchtlingen gesetzt werden.

Als um 15 Uhr die diesjährige Landesjugendwerkskonferenz begann, war die Anspannung bei den Delegierten regelrecht zu spüren. Welche Ergebnisse würde die Konferenz für die Arbeit des Landesjugendwerkes bringen? Welche neuen Gesichter würde man im Landesvorstand sehen? Diese und weitere Fragen sollten denn auch im Laufe der Konferenz geklärt werden.

Eröffnet wurde die Konferenz vom Landesjugendwerksvorsitzenden Claudius Reh (23), der die Delegierten, die Mitarbeiter_innen der Landesjugendwerksgeschäftsstelle und die Gäste begrüßen konnte. Er äußerte seine Freude über den Besuch von Hans-Wilhelm Pollmann (Landesgeschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin e.V.), Jens-Holger Ahrens (Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes Südost), Bernd Kurtzrock (Leiter des AWO-Jugendclubs „Judith Auer“ im gleichen Gebäude) und Sandy Neugebauer (ehemalige Landesjugendwerksvorsitzende). Danach übergab Claudius Reh das Wort Jens-Holger Ahrens, der herzliche Worte für das Landesjugendwerk fand. Ihm folgte Hans-Wilhelm Pollmann mit seinem Grußwort, in dem er die große Bedeutung des Jugendwerkes für den „Mutterverband Arbeiterwohlfahrt“ hervorhob. Er zählte die großen Erfolge der letzten zwei Jahre auf, die sich auch auf den AWO Landesverband Berlin besonders positiv ausgewirkt hätten. Ein weiteres Anliegen war Hans-Wilhelm Pollmann, dass das Landesjugendwerk die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Sozialen Diensten innerhalb der Berliner AWO weiter ausbaut.

Anschließend folgte die Vorstellung des Geschäftsberichtes durch Claudius Reh, der die gesamten Tätigkeiten, Projekte, Initiativen und Aktionen des Landesjugendwerkes in den vergangenen zwei Jahren detailreich vorstellte. Als Anregung wurde geäußert, dass die Ferienfreizeiten, die derzeit aufgrund zu großer Konkurrenz auf Eis liegen, in naher Zukunft wieder aufgenommen werden sollten. Nach der Aussprache zum Revisionsbericht, der keine Beanstandungen beinhaltete, wurde der gesamte Vorstand entlastet.

Vor den Wahlen gab es aber noch einen Antrag zur Flüchtlingspolitik, der den Einsatz des Landesjugendwerkes zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingen vorsieht. Dieser beinhaltet die Abschaffung der Residenzpflicht, angemessenen Wohnraum für Flüchtlinge, die Erhöhung staatlicher Zuwendungen auf das Niveau der Grundsicherung sowie die Auszahlung dieser Mittel in bar. Alle Mitglieder des Jugendwerkes in offiziellen Gremien der Arbeiterwohlfahrt sollten sich gemäß dem Antrag immerzu für die Belange von Flüchtlingen einsetzen. Nach kurzer Diskussion wurde er schließlich einstimmig angenommen.

Die Wahlen brachten schließlich einige neue Impulse für das Landesjugendwerk – zugleich bestätigten sie aber die Arbeit des bisherigen Landesvorstands. Bei nur einer Enthaltung wurde der bisherige Landesjugendwerksvorsitzende Claudius Reh in seine dritte Amtszeit gewählt. Sogar einstimmig bestätigt wurde die stellvertretende Landesjugendwerksvorsitzende Annett Wagner (27). Die bisherige Beisitzerin im Landesvorstand, Jana Tosch (26), trat aufgrund zukünftiger Belastungen im Studium nicht mehr für diesen Posten an. Stattdessen wurde sie – gemeinsam mit Justine Marienfeldt (19, ehemalige Freiwilligendienstleistende in der Landesjugendwerksgeschäftsstelle) – per Akklamation in die Revision berufen. Beide lösen den bisherigen Revisor Frederik Spindler ab. Den Landesvorstand komplettieren drei neue Gesichter: Kübra Demirezer (24, Vorsitzende des Kreisjugendwerkes Südost), Ronny Bätz (22, bisher im Landesjugendwerk der AWO Thüringen engagiert) und Bewar „Beo“ Doski (23, Freiwilligendienstleistender im AWO-Jugendclub „Judith Auer“). Nach einem kurzen Bericht aus dem Kreisjugendwerk Südost, das monatliche Aktionen mit Kindern plant, schloss der alte und neue Landesjugendwerksvorsitzende Claudius Reh die Konferenz. Mit dem neuen Vorstand schaut das Landesjugendwerk der AWO Berlin optimistisch in die Zukunft und freut sich schon auf die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.