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„Mit uns zieht die neue Zeit!“ – Bundesjugendwerkskonferenz in Würzburg

21.05.2012Vom 19. bis 20. Mai 2012 war es soweit: Die 19. Bundesjugendwerkskonferenz tagte im sonnigen  bayerischen Würzburg, wo die knapp 150 Jugendlichen und jungen Erwachsenen (unter 30 Jahren), die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, über die Zukunft des Jugendwerkes und der Jugendverbandsarbeit entschieden. Neben wegweisenden Beschlüssen wählte die Konferenz auch den neuen Bundesvorstand, der in den kommenden zwei Jahren die Geschicke des Jugendwerkes in den Händen halten wird.

Nachdem die Konferenz am Samstagmittag durch die solidarischen Worte von Vertretern der Arbeiterwohlfahrt (AWO), darunter Wilhelm Schmidt als Präsident des AWO Bundesverbandes, von Ansgar Drücker (IDA e.V.) und Mazlum Dogan (Bund der Alevitischen Jugendlichen – allerdings erst am Sonntagmorgen) eröffnet wurde, stand bereits nach dem pflichtgemäßen Bericht und den Formalitätsklärungen der erste Meilenstein der diesjährigen Konferenz auf der Tagesordnung. Nach 12 langen Jahren (seit der Bundeskonferenz 2000 in Rostock) konnte das neue Grundsatzprogramm des Jugendwerkes der AWO, das im Vorlauf intensiv und vor allem kontrovers diskutiert worden war, auf den Weg gebracht werden. Im Grundsatzprogramm beschreiben wir unser Selbstverständnis, unser Menschenbild, unsere Werte und die sich daraus ableitenden Positionen. Es bildet die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit sowie für Forderungen, welche wir an politische Entscheidungsträger_innen und die Gesellschaft richten. Mit diesem sowie weiteren Beschlüssen (ACTA stoppen! und Demokratieerklärung) schärfte das Jugendwerk erneut sein politisches Profil und gab der bereits 2000 geäußerten Meinung: „Die Zukunft – das sind wir!“ neues Gewicht.

Des Weiteren beschloss die Konferenz, den im vergangenen Jahr angestoßenen Prozess um die "Zukunft der Jugendverbandsarbeit – Herausforderungen, Lösungen und Visionen für das Jugendwerk" fortzuführen sowie verschiedene Arbeitskreise und Veranstaltungen einzurichten bzw. durchzuführen. Diese sollen sich u. a. mit dem Austausch und der Erarbeitung von Arbeitshilfen zu den Themen Freiwilligendienste, "Vielfalt als Selbstverständlichkeit", Ferienfahrten, Musik und Geschichte der Arbeiter_innenbewegung, Neue Medien und Anerkennungskultur beschäftigen.

Auch die Wahl eines neuen Bundesjugendwerkvorstandes stand nach zwei Jahren wieder auf der Tagesordnung: Als Bundesvorsitzende wurde dabei Larissa Krümpfer aus dem Landesjugendwerk Bremen und als Bundesvorsitzender Sebastian Kunze aus dem Landesjugendwerk Sachsen-Anhalt gewählt. Sie werden bei ihrer Arbeit von Anna Pfeiffer vom Niederrhein, Felix Ludwig aus dem Westlichen Westfalen, Marcus Adler aus Schleswig-Holstein, Matze Ulrich aus Karlsruhe sowie Simon Petersen aus Hamburg als Beisitzer_innen unterstützt.

Trotz der vielen Beschlüsse und Wahlen zeigte sich erneut, dass die gemeinsame Jugendwerkszukunftsplanung mit viel Humor und Spaß möglich ist, auch wenn diese für den einen oder anderen zumindest zeitweise durch die emotionalen Momente der Anerkennung, Danksagung und Verabschiedung sehr rührend wurde.