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Mit Kanus und Fahrrädern durchs Ruppiner Land

09.09.2013Was haben Theodor Fontane und Kanus eigentlich gemeinsam? Die Antwort ist ganz einfach: Beides war Teil der jüngsten Bildungsfahrt des Landesjugendwerkes der AWO Berlin! Am letzten Augustwochenende ging es ins beschauliche Ruppiner Land – und zwar ganz konkret in den Neuruppiner Ortsteil Gnewikow. Dort konnten die Teilnehmer_innen der Fahrt ein abwechslungsreiches Wochenende erleben, das sich durch einen Mix aus Kultur, Sport und Spaß auszeichnete.

Nachdem sich die drei letzten Bildungsfahrten des Landesjugendwerkes immer entlang der Elbe erstreckten (Dresden, Magdeburg und Hamburg), ging es dieses Mal ins Ruppiner Land im Nordwesten Brandenburgs. Neuruppin, die Geburtsstadt des Dichters Theodor Fontane, war ganz konkret das Reiseziel. Am Freitag erreichte der Jugendwerks-Tross bereits nach nur einer Stunde Anreise sein Ziel: das Internationale Jugenddorf am Ruppiner See im Neuruppiner Ortsteil Gnewikow, der sich rund um einen ehemaligen Gutshof entwickelt hat. Dieser Gutshof war zugleich Unterkunft für die Teilnehmer_innen der Bildungsfahrt. Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Mensa des Jugenddorfs brach die Gruppe bereits zum ersten Mal nach Neuruppin auf, um die Stadt im abendlichen Ambiente zu erkunden.

Am Samstagvormittag stand nun die sportliche Betätigung auf dem Plan: Nachdem man sich auf dem hauseigenen Abenteuerparcours in Stimmung gebracht hatte, ging es mit Kanus auf den Ruppiner See hinaus. Dabei trat offen zutage, dass noch nicht jede_r der Teilnehmenden jemals in einem Kanu gesessen hatte und mit den wichtigen Rudermanövern vertraut war. Trotz anfänglicher Steuerungsprobleme – das Fahren im Kreis war nicht gerade selten zu beobachten – gelang es, mit allen Kanus strömungsabwärts in Richtung Schleuse zu paddeln. Auf dem Weg machte die Gruppe Halt am anderen Ufer, um etwas zu verschnaufen und Kraft zu tanken. Nachdem sich langsam die Wolken über dem See verdunkelten, entschloss man sich, wieder Richtung Jugenddorf aufzubrechen. Bei dem etwas waghalsigen Einstieg aufgrund des etwas abschüssigen Uferbereichs kam übrigens nicht jede_r mit trockener Kleidung ins Kanu hinein …

Am Nachmittag schwangen sich die Fahrtteilnehmer_innen auf Fahrräder, die im Jugenddorf ebenfalls ausgeliehen werden konnten. Entlang des Radwanderweges, der den Ruppiner See in einer Länge von ca. 35 Kilometern völlig umrundet, ging es nun bei Tageslicht nach Neuruppin. Kurz nachdem die Gruppe an der schön gestalteten Uferpromenade angekommen war, begann es allerdings heftig zu regnen. Unterschlupf fanden die Teilnehmer_innen in einem kleinen Café der altehrwürdigen Ruppiner Feingebäckwarenmanufaktur in der Nähe des historischen Marktes Neuruppins. Bei Kaffee und Kuchen ließ sich der Regen doch ganz gut aushalten … Bei der anschließenden Tour durch die Neuruppiner Fußgängerzone konnte man nicht nur die sanierten Fassaden bewundern, sondern auch einen Blick auf den berühmtesten Sohn der Stadt erhaschen: Theodor Fontane. Allerdings handelte es sich natürlich nur um ein Denkmal zu seinen Ehren. Unmittelbar nach der Rückkehr ins Jugenddorf begann es wie aus Kübeln zur regnen. Dies nahm man zum Anlass, um den Abend mit verschiedenen Gesellschaftsspielen ausklingen zu lassen.

Am Sonntag stand dann bereits die Abreise auf dem Plan. Am Vormittag konnte man sich noch auf dem Gelände des Jugenddorfes die Zeit vertreiben, doch nach dem Mittagessen galt es, die Koffer zu packen. Die Rückreise dauerte staubedingt zwar doppelt so lange wie die Hinfahrt, doch mit den abwechslungsreichen und schönen Eindrücken von einer tollen Bildungsfahrt konnte man dies auch gut überstehen. Gnewikow war auf jeden Fall eine Reise wert!