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Привет из Екатеринбурга - Grüße aus Jekaterinburg

22.07.2011Nach langer, aufwendiger Vorbereitungszeit mit ihren Tücken und Lücken, hatten schließlich doch alle 16 Reiselustigen ihr Visum, sodass am 10. Juli 2011 endlich unsere Internationale Jugendbegegnung nach Jekaterinburg in Russland starten konnte.

Den ersten Tag unserer Reise verbrachten wir mit Brot, Käse, Eis, Gitarrenmusik und Ballspiel auf einem Grünstreifen am St. Petersburger Flughafen. In abenteuerlicher Manier erreichten wir zwischen unser Gepäck gequetscht via Taxi den richtigen Terminal, von wo unser Flugzeug nach Jekaterinburg startete. Müde wurden wir am 11. Juli am Flughafen von unserer Partnerorganisation „Caravella“ erwartet, die uns gleich unseren Gastfamilien zuordnete. Nach einem morgendlichen Power-Napping trafen wir uns alle im Büro der Organisation wieder, wo wir einen ausführlichen Bericht über Geschichte, Strukturen und Aktivitäten von „Caravella“ genossen. In den nächsten vier Tagen pendelten wir zwischen Tagesaktivitäten wie Stadtrundfahrt, Besichtigung der Europa-Asien-Grenze, Ministerium für Sport und Jugendpolitik und abendlichen Aktivitäten in den Gastfamilien.

Menschen, Bilder, Emotionen - Internationale Begegnung Jekaterinburg 2011

Am Abend des 14. Juli bezogen wir unserer neues Domizil: Ein Hostel, von dem aus wir die übrigen Tage der Begegnung mit russischen Jugendorganisationen am „Caravella“-Feriencamp teilnahmen. Dazu gehörte insbesondere das Kennenlernen der Segelbase von „Caravella“, wo diese ihre Boote an einem See stationiert hat. Neben der Teilnahme an Regatten, einem Inselpicknick und einer abenteuerlichen Fahrt bei Sturm und Wellen, konnten wir an Workshops zum Thema Astronomie, Journalismus oder Kunst teilnehmen. Spannend war auch der Besuch des Kosmonauten Sergej Ivanovich Kazantsev, der seine Erfahrungen über Leben im All mit uns teilte. Desweiteren stand die Besichtigung der sogenannten Blutskathedrale, an deren Ort die letzte Zarenfamilie zugunsten des Bolschewismus getötet wurde, auf dem Programm; ebenso die Besichtigung eines zu Ehren der Zarenfamilie erbauten russisch-orthodoxen Waldklosters. Neben dem Segeln konnten wir unsere sportliche Vielseitigkeit bei einem Freundschaftsfußballspiel, einem Völkerballmatch und weiteren kleinen Gruppen- und Bewegungsspielen sowie im Spaßbad ausleben.

Anfänglichen Problemen wie Sprachbarrieren, unterschiedlichen Vorstellungen von Tagesstruktur und Gruppenhierarchien sowie gewöhnungsbedürftigen Sanitäranlagen und Wassertemperaturen in der Dusche, standen während der gesamten Begegnung die Offenherzigkeit und Gastfreundlichkeit der Gastfamilien, der russischen Kollegen, Jugendlichen und Kinder gegenüber, sodass wir uns insgesamt willkommen gefühlt haben, viel Spaß hatten und um einige vielseitige Erfahrungen reicher sind.