Pfad

Erfolgreiche FSJ-Workshoptage: Der / Die Durchschnittsfsj'ler_in

17.12.2010„Normal? NÖ!“ - So lautete die Devise des auf der Arbeitsgemeinschaft Partizipation und Verbandsentwicklung des Jugendwerkes der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland neugegründeten Netzwerkes Öffnung zum Bundestreffen 2009 „Wohlstand, Baby! Wir bringen noch mehr mit.“ in Schwangau.

Lebensläufe zu den uns alltäglich begegnenden Klischees – Migration, Armut, Sexualität und Behinderung – vorbereitet und ausgestellt. Die Lebensläufe und das stetig gleiche Bild eines hübschen, blonden Mädchens sollten die FSJler/innen zum Denken anregen. Und so änderte sich nach dem Betrachten der verschiedenen Lebensläufe für so manch einen der Charakter des Mädchens. Kein Wunder, denn machen nicht soziales Hintergrundwissen und Lebensumstände uns zu Freund’ und Feind? Für viele von uns ist oft mit dem ersten Blick klar, wie ein Mensch ist und wo wir ihn hinsortieren, denn in unserem Kopf halten wir für solche Fälle viele Schubladen mit Klischees bereit. Ach und bevor wir es vergessen, wir haben die gendertypischen Klischees natürlich nicht übersehen und wo wäre es einfacher gewesen als beim Thema „Sexualität“.

Genau aus diesem Grund haben wir uns gegen den Begriff der „Interkulturellen Öffnung“ entschieden und für das „Netzwerk Öffnung“ gestimmt. Denn es geht viel mehr um die generelle Öffnung als die Beschränkung auf ethnisch-kulturelle oder religiöse Hintergründe.

Und damit wir auch über euch ein Meinungsbild bekommen konnten, habt ihr alle fleißig unseren „Bin ich normal? – Ein ganz normaler, blöder Selbsttest“ ausgefüllt, so dass wir an dieser Stelle einen großen Dank an alle richten, die die folgenden Ergebnisse möglich gemacht haben:

Guten Morgen, FSJ-Deutschland!

Um 06:18 Uhr endet mit dem Klingeln des Weckers für den / die Durchschnittsfsj’ler_in nach etwa 7 bis 8 Stunden Schlaf die relativ kurze Nacht, denn bettfertig war er erst gegen 23:00 Uhr.
Nach schwerwiegendem Aufwachen und Aufstehen folgt der Waschvorgang, dem sich ein Besuch in die Küche anschließt, wo er / sie seine / ihre Tasse Milch oder ein Glas Saft trinkt. Dann geht’s für die meisten zur Arbeit oder in die Lernstube.

Aber wie sind denn nun, die durchschnittlichen FSJ’ler_innen? Relativ ansehnlich!? Jüngeren Alters. Körperlich irgendwo zwischen schlank - sportlich und mittel - untrainiert. Der Großteil gilt in Deutschland als gebildet. Die Großstadt – Ciddy ist sein / ihr natürliches Revier.

Der / die FSJ’ler_in hat eine klare Meinung in Bezug auf die Werke von Thomas Mann. Ein Großteil von ihnen behauptet Thomas Mann noch nicht gelesen zu haben.. Ein weiterer Teil gibt zwar an, noch nie Thomas Mann gelesen zu haben, jedoch dass er / sie schon einmal darüber nachgedacht hat. Er / Sie spendet selten an Wohlfahrtsorganisationen, jedoch gibt es auch FSJ’ler/innen, denen es wichtig ist sich für andere Menschen zu engagieren. Am meisten Hochachtung hat er / sie vor Ärzten / Ärztinnen, am wenigsten jedoch vor Gewerkschaftsführer / Gewerkschaftsführerinnen. Und auch ansonsten ist der / die Durchschnittsfsj’ler/in leicht glücklich zu machen – mit Spaghetti Bolognese–, gefolgt vom traditionellen Schnitzel mit Pilzsoße und Pommes.

Am Liebsten trifft der / die Durchschnittsfsj’ler / in sich in seiner / ihrer Freizeit mit Freunden oder schmökert in einem Buch, einer Zeitung oder ähnlichem.

Damit ihr jetzt nicht ganz so schockiert seid, lasst euch noch eins sagen:

„Die Statistik ist wie ein Bikini: Sie ist andeutungsvoll, aber das Wesentliche bleibt doch verborgen.“ (Aaron Levenstein)