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Dresden – mehr als Elbflorenz!?

12.09.2011Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren [Leipzig (2009) und Weimar (2010)] fuhren die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder mit weiteren Aktiven vom 09. bis 11. September 2011 auf Bildungsfahrt – diesmal ins Elbflorenz nach Dresden.

Nach einer angenehmen Fahrt mit dem Zug über das brandenburgische Elsterwerda stand am ersten Abend ein gemütliches Beisammensein mit Abendessen in der neuen Wahlheimat des Vorstandsvorsitzenden Claudius an. Bei angeregten Gesprächen und Diskussionen zur Entwicklung der Stadt, der Menschen, aber auch der Zukunft des Jugendwerkes, genossen die Teilnehmenden die zubereiteten Speisen und Getränke. Im Anschluss an diesen gelungenen Abend ging es für die meisten ins Hostel, dass - gelegen am Erich-Ambros-Ufer - in direkter Nachbarschaft zur Löbtauer Brücke und dem Fluss Weißeritz, welcher zu den größten Schäden des Elbehochwassers 2002 führte, lag.

Nach einer morgendlichen Frühstückstärkung ging es dann am Samstag an die Erkundung der Stadt, die mit einem Spaziergang vom Hauptbahnhof, vorbei am Wiener Loch, entlang der Prager Straße, mit einem Blick in die Kanalisation und dem Durchlaufen der Altmarkt Galerie begann. Als erster Höhepunkt des Tages folgte nun der Besuch des bereits 1533 in Bau gegebenen  Dresdener Residenzschlosses. Dieses berherbergt heute das Historische und Neue Grüne Gewölbe, das Münzkabinett, die Türckische Cammer, den Fürstenzug und wechselnde Ausstellungen. Nachdem die Schätze des Neuen Grünen Gewölbes, darunter eine Art „Puppenstube“ aus 4909 Diamanten, 160 Rubinen, 164 Smaragden, einem Saphir, 16 Perlen und 2 Kameen, die den Geburtstag des Indischen Großmoguls Aureng-Zeb zeigt, bestaunt wurden, schloss sich ein Gang durch eine der ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei - der Türckischen Cammer - an. Als Abrundung des ersten Highlights bestiegen die Teilnehmenden den Hausmannsturm, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die historische Altstadt Dresdens genießen konnte.

Da so viel Kunst hungrig macht, stand folgend ein Besuch der Kurfürstenschenke am Fuße der Frauenkirche an. Von hier aus ging die Stadtführung nach einer 1-stündigen Pause – begleitet durch historisches Wissen von Thomas – über die Brühlsche Terrasse, die Augustusbrücke, vorbei am Japanischen Palais und dem Goldenen Reiterstandbild August des Starken, entlang der Hauptstraße zum Albertplatz (Neustadt) weiter. Von dort aus fuhren die Teilnehmenden mit der Tram zur Brücke „Blaues Wunder“, die ihren Namen einerseits ihrem Anstrich und anderseits ihrer „fast“ Sprengung zu Zeiten der NS-Diktaturherrschaft  verdankt. Auf deren einen Seite verbindet die Standseilbahn und die Schwebebahn Loschwitz mit Oberloschwitz bzw. dem Weißen Hirsch. Da die Zeit mittlerweile vorangeschritten war und die allgemeine Müdigkeit sich einzuschleichen drohte, begaben sich die Teilnehmenden auf den Rückweg ins Hostel, um ein leckeres Abendbrot vorzubereiten und gemeinsam bei angeregten Gesprächen und Diskussionen zu speisen. Während das Bett die meisten nach diesem anstrengenden Tag zu sich rief, machte sich eine kleine Gruppe los, um die bekannte Dresdener Neustadt zu erkunden.

Trotz späten Heimkehrens waren am nächsten Morgen alle wieder fit, um die verschiedenen geplanten Aktionen anzutreten: Während sich zwei aus der Gruppe zum Wandern in der Sächsischen Schweiz aufmachten, erkundete ein Einzelner seine Vergangenheit in Dresden. Der Rest der Teilnehmenden machte sich auf den Weg zum geplanten Vorstandsfrühstück, das sie erneut in die heimischen vier Wände des Vorsitzenden führte. Im Anschluss fanden sich noch einmal alle zusammen, um bei schönstem Sonnenschein mit der Parkeisenbahn des Großen Gartens (Fläche: 8 km²) von der Station „Hauptbahnhof (an der Gläsernen Manufaktur)“ eine Rundfahrt zu machen. Die letzten zwei Stunden der Bildungsfahrt verbrachten die Teilnehmenden dann auf den weiten Wiesen des Parks, bevor sie die allgemeine Aufbruchsstimmung dann in Richtung Hauptbahnhof trieb, von wo aus sie ihre Reise nach Hause antraten.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Dresden nicht nur eine wunderschöne Fotokulisse darstellt, sondern im Zusammenspiel seiner Lage, seiner Historie, seiner Architektur und seines – oft belächelten – sächsischen Dialekts Dresden in eine Stadt mit Herz und Interesse verwandelt.

Dresden 2011 - Menschen, Bilder, Emotionen...