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AWO Berlin setzt sich für die Rechte von Flüchtlingen ein und prüft Erstaufnahmeeinrichtungen

10.11.2009Die Landesdelegiertenkonferenz der Arbeiterwohlfahrt Berlin hat am 7. November 2009 den Antrag des Landesjugendwerks mit großer Mehrheit beschlossen.

Worum ging’s? Eine Kommission soll prüfen, ob das Betreiben von so genannten Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende mit den Grundsätzen der Arbeiterwohlfahrt vereinbar ist.

Die Arbeiterwohlfahrt bekennt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1919 zu den Werten des demokratischen Sozialismus: Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz und soziale Gerechtigkeit. Ob Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende diesen Kriterien entsprechen, ist zumindest zweifelhaft: Oftmals leben die Bewohnerinnen und Bewohner abgeschottet von anderen Menschen auf engem Raum zusammen. Sie unterliegen der „Residenzpflicht“, dürfen sich also nicht frei bewegen und bekommen nur das Nötigste zum Leben.

In seinem Antrag fordert das Jugendwerk die Arbeiterwohlfahrt Berlin weiterhin dazu auf, sich auf der politischen Ebene für die Rechte von Flüchtlingen stark zu machen. Asylsuchende in Deutschland – unter denen auch viele Kinder und Jugendliche sind – haben leider nur wenige Fürsprecher. Umso mehr brauchen sie starke Partner, die ihre Anliegen in der Öffentlichkeit vertreten: Ein klarer Fall für die AWO Berlin!